Die Burg Zweibrücken

Über die im Jahre 1150 erbaute Wasserburg ist leider nur sehr wenig bekannt. Sie wurde durch die Grafen von Saarbrücken zum Schutz der Handelsstraße (Salzstraße) errichtet. Der Verlauf der Hauptstraße (Fußgängerzone) entspricht dem der mittelalterlichen Salzstraße, einem der wichtigsten Handelswege zwischen Lothringen und dem Rhein. Der heute begradigte Schwarzbach verlief zu dieser Zeit noch mit vielen Schleifen, die kurz oberhalb vom damaligen Zusammenfluss mit dem Hornbach durch Teilung des Bachverlaufs eine dreieckige Insel bildeten. Am östlichen Schenkel dieser Insel, wo sich heute der Busbahnhof und der Schlossplatz befinden, wurde die Wasserburg mit ihren zwei Brücken über den Schwarzbach gebaut, durch die der Stadtname Zweibrücken entstand. Innerhalb der errichteten Stadtmauer sowie im Umland siedelten sich in kürzester Zeit Menschen an, woraus sich Zweibrücken allmählich zu einer größeren Ortschaft entwickelte. 20 Jahre nach der Erbauung der Burg im Jahre 1170 wurde Zweibrücken erstmals urkundlich erwähnt, und bekam im Jahre 1352 durch König Karl IV. die Stadtrechte verliehen.

Von der Burg, die im Zuge der Jahrhunderte durch Kriege und Brände vernichtet wurde, ist nichts mehr vorhanden. Es existieren noch etwa 50 Meter der Stadtmauer, einige Fundamentreste des Spitalturms (dem einstigen Wahrzeichen der Stadt) und ein Treppenturm, welcher im Hof des ehemaligen Gasthauses zum Hirsch (Fußgängerzone) mitintegriert ist.

Im Jahre 1585 wurde an der Stelle, an der zuvor die Wasserburg stand, das erste Zweibrücker Schloss mit Schlossmühle und der Bibliothek „Bipontina“ errichtet, welches schon kurz darauf während des Holländischen Krieges 1677 durch napoleonische Truppen zerstört wurde. In den Jahren 1720 bis 1725 wurde das heutige Schloss gebaut.

Der damals am östlichen Schenkel der Insel vorbeifließende Teil des Schwarzbaches wurde späterhin kanalisiert und befindet sich noch heute unter der Mittelstadt und mündet neben dem neuen Parkhaus in den Schwarzbach.

 

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