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Der Zweibrücker Rosengarten 

Für die Königin der Blumen wurde hier der Hofstaat gepflanzt. 

Im Jahre 1912 beschlossen die Pfälzer Rosenfreunde auf dem Gelände der ehemaligen herzoglichen Hofgärten, zwischen dem Schwarzbach und dem Bleicherbach, eine Freiland-Rosenschau zu errichten.  

Nach nur zwei Jahren Bau und Bepflanzungszeit konnte bereits am 20. Juni 1914, die damals schon über 26.400 m² große Parkanlage durch Prinzessin Hildegard von Bayern (Tochter von Ludwig III) feierlich eingeweiht werden. Schon zur Eröffnung blühten im Rosengarten bereits 42.000 Rosenstöcke umgeben von vielen verschiedenen Gräsern, Sträuchern, Blumen und Bäumen.  

Es gab an vielen Stellen reichlich Sitzgelegenheiten zum Ausruhen und Genießen der duftenden Rosenanlage mit ihren verschiedenen Skulpturen, kleinen Teichanlagen mit Springbrunnen und Wasserspielen und einem großen Weiher mit Schwänen und Enten. Verschiedene kulturelle Veranstaltungen, wie zum Beispiel Theateraufführungen und Konzerte, wurden auf einer großen Freilichtbühne abgehalten. 

Im März 1945 wurde der Rosengarten durch Luftangriffe vollständig zerstört. 

Die Pfälzer Rosenfreunde ließen sich durch die Zerstörung des Rosengartens aber nicht entmutigen und fingen kurz nach Kriegsende an die Trümmer zu beseitigen und die zahlreichen Bombentrichter zu befüllen. Anschließend wurden neue Wege und Rosenbeete angelegt, Gräser, Sträucher, Blumen und Bäume gepflanzt. Es wurden wieder verschiedene Teichanlagen mit Springbrunnen und ein Weiher für Enten und Schwäne angelegt, auch eine neue Freilichtbühne wurde errichtet, auf der kurz darauf wieder regelmäßig Veranstaltungen stattfanden. Der Rosengarten wuchs mit der Zeit wieder zu einer idyllischen Parkanlage heran, die im Jahre 1948 ihre zweite Wiedereröffnung feierte.  

Durch viele ausgezeichnete Zuchtergebnisse, die den Zweibrücker Rosengarten schon kurz nach seiner Entstehung im vergangenen Jahrhundert über die Landesgrenzen hinaus bekannt machten, haben die Zweibrücker Rosen und der Rosengarten weltweit ein sehr hohes Ansehen erlangt. 1950 übernahm die Stadt Zweibrücken die Leitung und Pflege des Rosengartens, wobei sie bis heute von den Pfälzer Rosenfreunden bei der Rosenzucht und der Gestaltung des mittlerweile auf über 50.000 m² vergrößerten Areals tatkräftig unterstützt wird. Mit seinen mittlerweile weit über 60.000 Rosenstöcken in mehr als 2.000 verschiedenen Arten und Sorten ist der Rosengarten das drittgrößte Rosarium der Welt und zählt zu den größten Gartenanlagen Europas; daher rührt auch der Ausdruck „Europas Rosengarten“. 

Viele der Zweibrücker Rosenstöcke gehören zu den ältesten, seltensten und den prächtigsten Rosenarten auf der ganzen Welt. Die vermutlich bekanntesten davon sind die schwarze, die blaue und die grüne Rose. Auch das größte Sortiment an französischen Rosen die in Deutschland angepflanzt wurden, findet man im Zweibrücker Rosengarten. Auf der gesamten Anlage wurden noch etwa 100 Rhododendren, 250 verschiedene Gehölze und 450 Staudensorten angepflanzt, die zusammen mit den Rosen in dem vor fast 100 Jahren eingeweihten Garten gedeihen, blühen und wachsen. Über die Jahrzehnte wurde die Anlage immer wieder erweitert und umgestaltet. 

Der Rosengarten und die Rosen zählen seit vielen Jahren zu den Wahrzeichen von Zweibrücken. Die Stadt darf sich auch seit 1955 „Rosenstadt“ nennen, da die Rose seit Entstehung des Rosengartens als prägender Ortsbestandteil vorhanden ist und gepflegt wird. Seit dieser Zeit nennt man Zweibrücken auch „die Stadt der Rosen und der Rosse“.

Das Wort Rosse bezieht sich auf die seit 1754 in Zweibrücken gezüchtete Pferderasse „Zweibrücker“. 

In Zweibrücken gibt es auch für kulturelle Anlässe eine Rosenkönigin, die alle zwei Jahre neu gewählt wird. 

Jedes Jahr im Juni finden im Rosengarten die Zweibrücker Rosentage statt. 

 

Der Wildrosengarten 

Als Gegenstück zu Europas Rosengarten wurde zwischen 1974 und 1976 im Naherholungsgebiet Fasanerie auf einer Fläche von etwa 2 Hektar ein Wildrosengarten angelegt. Diese Gartenanlage mit fast 1000 Sorten von verschiedenen Strauch-, Park- und Wildrosen ist ein lebendiges Rosenmuseum umgeben von Wald und Wiesen. 

 

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