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Der Westwall
Einst das gewaltigste durch die Faschisten in Deutschland errichtete Bollwerk entlang der Französischen, Belgischen und Niederländischen Grenze.
Kriegsschauplatz 1940 und 1945, danach größtenteils durch alliierte Streitmächte zerstört! Die Natur hat sich mit der Zeit das zurück erobert was ihr durch den Bau des Verteidigungswalls durch insgesamt 53,7 Millionen Tonnen Beton und Stahl genommen wurde. Diese 630 km lange Trümmerkette trägt heute auch die Bezeichnung "grüner Wall im Westen".
Die noch existierenden Anlagen und Ruinen stehen mittlerweile unter Denkmalschutz! Der Westwall zählt heute zu den größten Strecken- und Flächendenkmalanlagen sowie Biosphärenreservate Europas.!
Der Westwall wurde ab 1936 geplant und zwischen 1937/38 und 1940 gebaut. Es entstanden 18.000 Bunker, 254 Stollen und 26 Hohlgangsysteme sowie viele weitere Verteidigungsanlagen.
Im Westwallabschnitt Zweibrücken - Felsalb (ca. 25 km Luftlinie) entstanden rund 900 Bunker verschiedenster Bauarten die mit unterschiedlichen Kampfmitteln ausgestattet waren (Maschinengewehre, Geschütze verschiedenster Kaliber von 2,5cm bis zu 10,5-cm Geschossen, Granatwerfer, Flammenwerfer). Zwischen den Bunkeranlagen und dem etwa 5 Kilometer entfernten Grenzbereich wurden Kilometer lange Panzersperren (sogenannte Höckerlinien und Hemmkurvenhindernisse) errichtet. Tellermienengürtel, nasse Panzergraben, Steilhänge und Stacheldrahtverhauen waren weitere Verteidigungsmaßnamen.
Des weiteren wurden im Zweibrücker Abschnitt 92 Stollen und 6 große Hohlgangsysteme in die Felsen getrieben (Miniert), manche davon waren mit Bunkeranlagen verbunden. In den Waldgebieten wurden Dutzende Kilometer lange Schützengraben angelegt sowie Hunderte Tobruk - Ringstände (Einmannbunker) im Erdreich versenkt.
Um für einen Feindfreien Luftraum zu sorgen wurden zwei Nebelanlagen gebaut, zusätzlich waren mehrere Flakeinheiten mit mobilen Flugzeugabwehrkanonen zur weiteren Luftraumsicherung zwischen den verschiedenen Westwallanlagen in Stellung gebracht.
Durch die zahlreichen Bunker, Stollen, Hohlgangsysteme und alle weiteren genannten Verteidigungsanlagen entstand in dem verhältnismäßig kleinen Abschnitt Zweibrücken – Felsalb die stärkste Verteidigungszone des gesamten 630 Km langen Westwalls!

Baukosten- und Baustoffmengenangaben des gesamten Westwalls:
Ca. 3,5 Milliarden Reichsmark / Umgerechnet in Euro ca. 12.950.000.000
(Zwölf Milliarden Neunhundertfünfzig Millionen)
Zement: 8 Millionen Tonnen
Stahl: 1,2 Millionen Tonnen
Zuschläge: etwa 20,5 bis 24 Millionen Tonnen (Sand, Kies...usw.)
Holz: 950 000 Festmeter