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Herzogliche Truppen in Zweibrücken

Vor 1544
Landmiliz des Herzogtums Zweibrücken
Diese Miliz diente zur Landesverteidigung von Staat und Stadt vor Überfällen.
Bei drohenden Kriegen wurden Truppen verpflichtet.

1544 bis 1569 - Die „Schwarzen Reiter“ von Herzog Wolfgang - Leichte Reitergruppe.

Ab 1569 Neuorganisation der Landmiliz durch Herzog Johann I. bestehend aus Beamtenkriegern und Reservisten.1016 Mann mit Armbrüsten, 352 Handbüchsen, 585 Spießen, 2 Streitkolben, 8 Streitäxte und Messer.
Zur Wehrbeschaffung stellte der Herzog verschiedene Waffenhandwerker ein die sich in der Stadt niederließen, ein Zeug Wart lagerte alle neu hergestellten Waffen im bereits 1558 erbauten Zeughaus ein (Nähe Alexanderkirche). Zeug Wart, Armbruster, Büchsenmacher und Plattner bildeten die wehrfähige Bevölkerung im Rahmen verschiedener Schützenvereine die durch den städtischen Haushalt finanziert wurden an den jeweiligen Waffen aus. Die Verteidigungsorganisation des Herzogtums konnte als wohlgerüstet angesehen werden. Zum weiteren Schutz der Stadt dienten dicke Mauern mit Wehrtürmen und einem davor liegendem Graben.

1697 wurde durch den König von Schweden und Herzog von Zweibrücken Karl XII. ein Schwedisches Garde –Regiment unter Führung von Hauptmann Greifencrantz aufgestellt. Diese Truppe aus wehrfähigen Zweibrückern bildete ein Bataillon bestehend aus zwei Kompanien zu jeweils 80 Mann unter der Führung schwedischer Offiziere. Das Regiment zog nach seiner Aufstellung im alten Hospital an der Stadtmauer (etwa Kreuzung Wall- /Poststraße) ein, welches zur ersten Zweibrücker Kaserne umgebaut wurde. Die beiden Kompanien wurden durch Hauptmann Johann von Pyhl und Hauptmann Skoyh geführt. Die Kompanie Pyhl musste im Mai 1708 zum Grenzschutz anrücken um Franzosen die sich Hornbach näherten abzuwehren.

1718 stellte Herzog Gustav Samuel zu dem bestehenden Regiment eine herzogliche Leibgarde zu Pferde mit 21 Gardisten und eine Hochfürstliche Soldateska bestehend aus drei Kompanien zu jeweils 71 Mann auf. Die Leibgarde stand unter Führung von Kommandant Georg Wilhelm Freiherr von Raesfeld. Der Herzog ließ für diese Truppen die zweite Zweibrücker Kaserne errichten, das sogenannte Ritterhaus (Umgebung Schlossplatz). Diese Soldaten mussten nie zu einem Schutz- oder Kriegseinsatz anrücken!

Herzog Christian IV. übernahmen im Jahre 1735 die reguläre Truppe und Miliz denen er noch im gleichen Jahr die Reiter Kaserne mit Reithalle (später umbenannt in Chevauxlegers – Kaserne im Bereich der ehemaligen Ludwigsschule) errichten ließ. 1754 wurde der damalige herzogliche Weinkeller zur Ernstweiler Kaserne auch Heumagazin genannt umgebaut.
Bereits 1757 Stellte der Herzog für den französischen König Ludwig XV. Das Infanterieregiment Royal Deux Ponts (frz. Infanterieregiment Königlich Zweibrücken) auf. Siehe hierzu den Beitrag Royal Deux Ponts!

1791 löste Herzog Karl II August, das in Zweibrücken stationierte Regiment Royal Deux Ponts auf welches sich anschließend der Garnisonsstadt Metz anschloss. Er setzte nur auf die herzogliche Garde die zu dieser Zeit bereits zum Teil dem bayerischen Heer unterstand. Unter ihm endete auch die herzogliche Pfalz- Zweibrücker Militärgeschichte